Die männliche Fassade

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Viele Männer funktionieren. Sie planen, leisten, halten durch. Nach außen wirkt alles stabil: Karriere, Verantwortung, Verlässlichkeit.

Doch hinter der Fassade ruft nicht selten eine leise Unzufriedenheit. Stark genug, um langfristig krank zu machen.

Im 7VIERZIG-Podcast spricht Peter Stawowy mit dem visuellen Führungsarchitekten und Business Coach Lars Neumann über genau dieses Spannungsfeld: das männliche Selbstbild – und warum es Männer oft davon abhält, rechtzeitig innezuhalten und ihren eigentlichen Weg zu gehen.

Wenn das Selbstbild nicht mehr passt

Genau da setzt die Arbeit von Lars Neumann an: Fotos und Bildmotive, ob auf der Webseite oder in sozialen Netzwerken sagen häufig viel mehr über uns aus, als wir denken. Sie zeigen uns wirklich – wenn wir es zulassen.

Frauen, so die Beobachtung von Lars, reagieren oft früher auf innere Unstimmigkeiten. Männer dagegen bleiben länger im Hamsterrad. Nicht aus Ignoranz, sondern weil ihr Selbstbild ihnen kaum andere Optionen erlaubt.

Stärke, die blind macht

Die klassische männliche Stärke – Durchhalten, Zielorientierung, Kontrolle – wird im mittleren Alter häufig zur Falle. Solange Leistung messbar ist, scheint alles in Ordnung. Doch das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, verschwindet nicht. Es wird überdeckt.

Erst wenn der Druck groß genug wird – durch Erschöpfung, Beziehungskrisen oder Sinnfragen – öffnet sich ein kleiner Spalt.

Bilder statt Worte

Ein eher ungewöhnlicher Zugang kann dabei eine Rolle als Diagnose-Instrument spielen: Bilder. Über Bildauswahl und Fotografie wird sichtbar, was viele Menschen  nicht in Worte fassen können. Welche Atmosphäre zieht mich an? Ruhe oder Dynamik? Weite oder Enge? Kontrolle oder Freiheit?

In den eigenen Bildern zeigt sich, ob das gelebte Leben zur eigenen Persönlichkeit passt – oder ob man seit Jahren eine Rolle spielt, die Energie kostet.

Die Fassade erkennen

Die männliche Fassade ist kein bewusster Betrug. Sie ist ein Schutzmechanismus. Sie hilft, Erwartungen zu erfüllen – beruflich, gesellschaftlich, familiär. Problematisch wird sie dort, wo sie zur einzigen Identität wird.

Das Podcast-Gespräch macht deutlich: Es geht nicht darum, alles infrage zu stellen oder radikal auszubrechen. Oft reichen kleine Verschiebungen. Es geht um einen ehrlichen Blick auf das eigene Selbstbild und den Rückschluss, wie sehr wir uns eigentlichen selbst bewusst sind.

Die neue 7VIERZIG-Podcast-Folge erscheint am 24. Januar und ist überall zu finden, wo es Podcast gibt!

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