Bucketlist: Welche Ziele und Träume hast du noch?

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Der Tod seines Kumpels Karl, 49, hat Stephan, 46, hart getroffen. Plötzlich steht er vor der Herausforderung, der Frau von Karl bei der Nachlass-Regelung helfen zu müssen. Er vermisst seinen Kumpel. “Das hat was mit mir gemacht”, erzählt er. “Ich bin echt ins Grübeln gekommen.”

Stephan ist – genau wie Karl es war – straff zwischen beruflichen Verpflichtungen und familiärer Verantwortung eingespannt. Für die Verwirklichung eigener Träume bleibt da kaum noch Zeit.

Also, sofern man noch welche hat. Der Tod seines Freundes hat bei Stephan dazu geführt, sich Gedanken darüber zu machen – was er im Leben noch machen und erreichen will. “Man weiß es ja im Grunde, dass es jeden Tag vorbei sein kann. Aber wenn es dann so unmittelbar im direkten Umfeld passiert, ist das noch etwas anderes”, sagt er.

Stephan hat sich eine Bucketlist erstellt: Was willst du noch tun oder erreichen, bevor du „den Löffel abgibst“?

Löffelliste oder Bucketlist

Der Begriff “Bucketlist” ist abgeleitet von der englischen Redewendung “kick the bucket”, was übersetzt so viel bedeutet wie “den Löffel abgeben”. So eine Liste ist eine Sammlung von Zielen, Träumen und Erlebnissen, die man vor dem Lebensende erreichen möchte.

Der Gedanke dahinter ist einfach, aber kraftvoll: sich bewusst zu machen, was im Leben wirklich zählt und aktiv Schritte zu unternehmen, um diese Ziele zu erreichen.

So eine Reflexion kann auch dazu beitragen, das Leben wieder mehr in eine erfüllende Richtung zu lenken. Sie kann inspirieren und motivieren, jeden Morgen neu aufzustehen.

Wie man eine Bucketlist erstellt

“Im ersten Moment ist mir gar nichts einfallen”, erzählt Stephan. “Aber nach einer Weile kamen dann doch eine Reihe von Ideen, alten Wünschen und Träumen, die gar nicht so unmöglich zu realisieren sind.”

Wer es geordnet angehen mag: Das Netz ist voll mit Hinweisen und Anleitungen, wie man eine Bucketlist erstellt. Grob lassen sich vier Schritte identifizieren:

  1. Reflexion: Nimm dir Zeit, um über bisherige Erfahrungen, unerfüllte Träume und Ziele nachzudenken. Was hast du schon immer tun wollen, aber nie die Gelegenheit dazu gehabt? Welche Kindheitswünsche und -träume hast du noch nicht erfüllt?
  2. Priorisierung: Nicht alle Ziele sind gleich wichtig. Sortiere deine Liste nach Wichtigkeit und beginne mit denen, die dir am meisten am Herzen liegen.
  3. Planung: Manche Träume erfordern vielleicht eine langfristige Planung oder finanzielle Mittel, andere sind mit etwas Kreativität sofort umsetzbar. Auch hier gilt: Was ist dir wichtiger? Vielleicht sind einige Punkte nicht gleich zu erfüllen?
  4. Teilen: Zögere nicht, deine Bucketlist mit Familie oder Freunden zu teilen. Oft ergeben sich dadurch Möglichkeiten, neue Ideen und sogar gemeinsame Abenteuer.

Anregungen für deine “Löffelliste”

Du hast trotz reichlicher Grübelei keine Idee, was auf deiner Bucketlist stehen könnte?

Hier einige Anregungen, in welche Richtung es gehen kann:

  • Persönliche Entwicklung: Lerne eine neue Sprache, nimm Musikunterricht oder engagiere dich ehrenamtlich! Bei Stephan zum Beispiel steht ganz oben, endlich Saxophon zu lernen. Er hat sich gleich erkundigt, wo er Unterricht nehmen kann und was ein Instrument kostet.
  • Abenteuer: Nimm einen Ort ins Visier, von dem du schon immer geträumt hast oder wage dich an eine neue Sportart! Ein Freund von Stephan zum Beispiel wollte immer gern die Alpen mit dem Fahrrad überqueren – da steht aber natürlich erstmal etwas Training auf dem Programm!
  • Beziehungen: Auch die Überprüfung, in welchem Stadium sich – neben Alltagsverantwortung für Kinder und Familie – eigentlich dein Beziehungsleben befindet, kann Teil der Bucketlist sein. Vielleicht doch mal wieder ein kurzer Urlaub zu zweit? Oder nur du mit dir allein?
  • Karriere: Bist du zufrieden im Job? Je älter du wirst, desto schwieriger wird der Neuanfang. Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, ein altes Hobby zum Nebenjob zu machen und die Hauptarbeitszeit zu reduzieren? Oder willst du noch einen Karriereschritt weiter? Bedenke dabei immer: Arbeit ist wichtig, aber Arbeit ist nicht alles.

Ziel: ein erfüllteres Leben

Ein Häuschen, eine Familie, teure Urlaube: Manche Lebensziele sind im mittleren Alter erreicht. Manche Dinge sind auch anders gekommen, als vielleicht gedacht oder erhofft. Und manche Hoffnung hat sich zerschlagen… Warum eigentlich?

Vorsicht ist angeraten, wenn du immer nur erschöpft und frustriert auf dem Sofa hängst und gefühlt in deinem Leben – außer Alter und körperlichem Verfall – keinerlei Entwicklung mehr zu bemerken ist.

Aber: Es ist nie zu spät, das Ruder in die Hand zu nehmen.

Stephan bereut es heute etwas, nicht eher damit angefangen zu haben, so eine Liste zu haben. “Ich habe mit Karl manchmal darüber geredet, ob wir mit dem Rad zum Nordkap fahren wollen”, sagt er. “Es ist wirklich schade, dass das jetzt nicht mehr geht.”

Was sind deine Ziele?

Und, was sind deine nächsten Ziele? Was steht noch auf deiner Bucketlist? Verrate es uns in den Kommentaren!

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