Der größte Fehler deiner 20er Jahre

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Damals war das Leben noch unbeschwert, oder? Mit Anfang, Mitte 20 lag dir die Welt zu Füßen! Doch dann war da diese eine Entscheidung…

Im Rahmen unserer Frage des Monats wollten wir wissen: “Was war der größte Fehler deiner 20er Jahre?” Es ist beruhigend zu sehen, dass nicht alle Menschen rückblickend betrachtet getroffene Entscheidungen und eingeschlagene Lebenswege bereuen. Eine Zeitmaschine ist also nicht in allen Fällen nötig…


“Es war einfach eine Erfahrung” – Katharina

Ich denke nicht, dass es hilfreich ist, so auf mein Leben zurückzusehen. Es mag sein, dass sich das, was ich damals gemacht habe, irgendwann nicht mehr so toll fand, aber ich habe mich damals aus Gründen dafür entschieden, das zu tun. Und insofern war es einfach eine Erfahrung, aus der ich dann habe lernen können. Abgesehen davon kann ich doch gar nicht sagen, ob ein anderer Weg, eine andere Entscheidung für mich besser gewesen wäre, da ich eben diesen Weg nicht gegangen bin.

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“Ich habe ihre Gefühle verletzt” – Unbekannt

Manchmal war ich nicht konsequent genug, wenn es darum ging, menschenfeindlichen Ansichten und rechtsextremem Gedankengut entgegenzutreten.

Ich war nicht nett zu einer jungen Dame und habe ihre Gefühle sehr verletzt.

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“Alles richtig gemacht” – Marcus

Meine 20er (1982–1991) waren die einzigen Jahre, in denen ich zurückblickend keine Fehler erkennen kann: Arbeit, daneben das Informatik-Studium, um danach bessere Arbeit zu bekommen. Kurz: In den 20ern habe ich eigentlich alles richtig gemacht.

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“Etliche Fehler” – Unbekannt

Wenn ich heute zurückblicke, dann sehe ich zwar etliche Fehler, die ich in meinen 20ern gemacht habe, aber diese haben dazu beigetragen die Person zu werden, die ich heute bin. Hätte ich die damaligen Fehler nicht gemacht, dann wären mir vielleicht andere Fehler unterlaufen. Und ob das besser oder schlechter für mich ausgegangen wäre kann niemand sagen.

Insofern ist es egal, auf die Vergangenheit zu schauen. Wichtig ist die Gegenwart. Nur aus der Gegenwart heraus lässt sich die Zukunft gestalten.

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“Immer „gut“ zu sein” – Mirko

Nachdem ich mich endlich aus einer toxischen Beziehung befreit hatte, nach einem Jahr der Trennung diese wieder aufleben zu lassen. Das verursacht mir bis heute praktische und emotionale Probleme.

Insgesamt hätte ich damals nicht immer so sehr versuchen sollen „gut“ zu sein und „niemandem weh zu tun“. Ich habe erst relativ spät gelernt, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

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“Ich hatte keinen Plan” – Sandra

Ich wusste damals sehr viele Dinge, die ich für mein Leben nicht wollte, hatte aber keinen Plan, was ich wirklich wollte. So verschwendete ich kostbare Zeit mit falschen Menschen und unnötigen Erfahrungen.

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“Den damaligen Umständen geschuldet” – Dieter

Da ist leider nicht mehr viel vorhanden. Das ist ja alles schon ein paar Jährchen her. 1982 bis 1991. An die Zeit vor 1989 erinnere ich mich nur noch bruchstückhaft. Entweder habe ich damals so gut wie alles falsch gemacht und erinnere mich deshalb nicht mehr – oder diese Jahre sind heutzutage nur noch von sehr untergeordneter Bedeutung für das, was oder wer ich heutzutage bin.

Wenn der Rückblick allerdings konkret Fassbares zeigt, dann weiß ich auch, dass bestimmte Entscheidungen damals meinen damaligen Umständen und Kenntnissen geschuldet waren und deshalb keine Fehler seinen können. Ein Fehler begeht man dann, wenn man etwas tut, obschon man es zu dieser Zeit besser wusste – oder hätte besser wissen können.

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“Vor den Kopf gestoßen” – Mike

Der Missgeschicke gab es als junger Mensch viele, die mir rückblickend auffallen . . . wenngleich ich sie nicht bereue!

Das größte Missgeschick, oder den größten Fehler? . . . Hmmm, es war wohl die Tatsache, dass ich seinerzeit noch nicht so offen und ehrlich kommunizieren konnte, was mich wirklich bewegt. Ich habe die Menschen um mich viel zu sehr im Dunkeln gelassen, mit dem was mir durch den Kopf ging, warum einige von ihnen meine Entscheidungen nicht verstehen konnten und sich vor den Kopf gestoßen fühlten.

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“Der größte Fehler kam erst später” – Joe

Ich versuche die Zeit in Gedanken noch einmal durchzugehen, aber in den 20ern hat es keine gravierenden Fehler gegeben. Es hat ein paar Beziehungen gegeben, die im Sande verlaufen sind, aber die würde ich nicht als Fehler bezeichnen. Es waren Erfahrungen und es hat ja auch Spaß gemacht.

Ich bedaure, dass es mir damals nicht gelungen ist, meine große Liebe zu halten. Aber ich musste für 3 Jahre an wechselnden Wohnorten leben und sie wollte früh Kinder. Ich hätte nichts tun können, was wirklich besser gewesen wäre. Und wer weiß, wozu es gut ist. Heute sind wir ja glücklich zusammen.

Der vermutlich größte Fehler meines Lebens begann unmittelbar nach meinem 30. Geburtstag, als ich meine Ex-Frau kennengelernt habe.

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“Das Verzweifelte war die Krux” – Hanno

Ich habe verzweifelt versucht eine Freundin zu finden. Das Verzweifelte daran war die Krux.

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Hinweis: Die Antworten sind zum Teil sprachlich leicht bearbeitet (für die Verständlichkeit) oder zum Teil auch deutlich gekürzt.

Was ist die Frage des Monats?

Einmal im Monat stellen wir unseren Lesern und Leserinnen(!) eine ausgewählte Frage zu Lebens- und Beziehungsthemen. Wir wollen wissen: Wie tickt unsere Leserschaft? Wie ticken Menschen im mittleren Alter? Ausgewählte Antworten präsentieren wir dann immer zum Anfang des darauffolgenden Monats.

Die aktuelle Frage des Monats („FdM“) findest du unter anderem auf 7Vierzig.de, bei Instagram, Threads und in unserem WhatsApp-Kanal. Wir freuen uns über deine Teilnahme – nutze hierzu die Kommentarfunktionen oder das bei der neuesten Frage des Monats vorhandene Kontaktformular. Hier sind auch anonyme Antworten möglich.

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