Warum fällt es uns manchmal so schwer, klare Entscheidungen zu treffen? Und was hat das eigentlich mit Männlichkeit zu tun?
Wer sich heute umsieht, bekommt schnell den Eindruck: Viele Menschen hängen fest. Ob im Job, in der Beziehung oder bei anderen zentralen Themen. Sie zweifeln, zögern, wägen ab – und kommen nicht ins Handeln.
Dabei ist die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, von großer Bedeutung, wenn es darum geht, sich ein gutes Leben zu bauen.
Zwischen Gefühl und Handeln
Ein Teil des Problems liegt sicherlich in unserer Zeit: Noch nie gab es so viele Optionen und so viele Informationen und gleichzeitig so viele Möglichkeiten, sich abzulenken. Wer heute eine Entscheidung trifft, entscheidet sich automatisch gegen unzählige Alternativen. Das erzeugt Druck und Unsicherheit.
Gleichzeitig hat sich das Bild vom Mann und von Männlichkeit stark verändert. Gefühle zeigen, verletzlich sein, sich öffnen – all das ist heute nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Und das ist auch richtig.
Nur: Manche Männer bleiben dabei stecken. Die eine Sache ist es, Gefühle wahrzunehmen. Die andere ist es, mit ihnen umzugehen. Im 7VIERZIG-Podcast bringt es Oliver Drieber auf den Punkt: Es geht nicht darum, Gefühle zu unterdrücken. Sondern darum, sie zu erkennen – und trotzdem handlungsfähig zu bleiben.
Entscheiden heißt: Konsequenzen tragen
Was ist überhaupt eine Entscheidung? Nicht die Frage, ob ich den blauen oder den grauen Pullover anziehe. Das ist eine Wahl, sagt Oliver, ohne echte Konsequenz. Eine Entscheidung dagegen verändert etwas. Sie hat Auswirkungen und birgt Risiken. Genau deshalb vermeiden wir sie so oft.
Wer sich entscheidet, übernimmt Verantwortung. Das ist manchmal ganz schön unbequem. Aber notwendig.
Haltung statt Hamsterrad
Das Gegenteil von Entscheidung ist nicht Freiheit – sondern Stillstand. Im Podcast wird deutlich: Gute Entscheidungen entstehen nicht aus spontanen Eingebungen. sondern haben sehr viel mit Haltung zu tun.
Wer weiß, wofür er steht, trifft leichter Entscheidungen. Wer seine Werte kennt, braucht weniger Zeit, um abzuwägen. Wer sich selbst versteht, lässt sich weniger von äußeren Meinungen treiben. Das Problem: Viele Männer haben genau diese Klarheit nicht.
Sie funktionieren. Sie passen sich an. Sie orientieren sich an Erwartungen – von außen oder aus alten Rollenbildern. Aber sie stellen sich selten die grundlegenden Fragen: Wer bin ich eigentlich? Was will ich wirklich? Woran glaube ich?
Ohne Antworten darauf bleibt jede Entscheidung unsicher.
Zurück zum Handeln
Wie kommen wir da wieder raus? Nicht durch noch mehr Nachdenken. Sondern durch Erfahrungen, sagt Oliver Dreber. Ein zentraler Punkt aus dem Podcast: Der Körper und die körperlichen Erfahrungen spielen eine viel größere Rolle, als gedacht. Mut, Klarheit, Entschlossenheit – das sind nicht nur Gedanken, sondern auch körperliche Zustände. Wer sie nie erlebt, kann sie schwer abrufen.
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Das ganze Gespräch mit Oliver Drieber gibt es im aktuellen 7VIERZIG-Podcast. Dort geht es noch tiefer um Selbstführung, Haltung und die Frage, warum wir uns so oft selbst im Weg stehen.
Die neue Folge des 7VIERZIG-Podcasts gibt es bei Spotify und überall, wo es Podcasts gibt.
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